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"Das Kammerprinzip" - Kapitel II


Wir hatten in unseren letzten BLOG-Beiträgen über den „Fall Nawalny“ und über die vorbildliche Rolle der beteiligten Ermittlungsbehörden zum Thema „Opferschutz“ berichtet!


"Vergiftungserscheinungen in der Nachbarschaft"

Die meisten von uns konnten in den zurückliegenden Monaten, neben der CORONA-Pandemie, auch den sogenannten "Fall des Alexej Nawalny" verfolgen. In unseren Medien wurde durchgängig von dem sogenannten „Kremlkritiker“ gesprochen. Der russische Oppositionspolitiker engagiert sich seit Ende der 90er-Jahre als Aktivist gegen die Korruption. Vor rund 20 Jahren gründete er sogar einen " Fonds zur Korruptionsbekämpfung", der sich ausschließlich über Spenden finanziert. Dort können Bürger @Hinweise auf Korruption geben, denen sein Team nachgeht. Alexej Nawalny hat sich inzwischen von dem Giftanschlag gesundheitlich erholt. Nach seiner Rückreise in sein Heimatland wurde er unmittelbar nach der Landung von den russischen Behörden inhaftiert! Es lohnt sich weiterhin mehr als nur einen "flüchtigen Blick" auf den weiteren Verlauf und die Geschehnisse rundum den "Fall Nawalny" zu werfen.

"Leute wie Du und ich" Verhalten sich unsere Behörden ohne den "Druck der Öffentlichkeit" immer vorbildlich? Wie gehen deutsche Behörden generell mit eigenen Fehlern und/oder Versäumnissen um? Gibt es eine Art "Willkommenskultur" im Bereich der Aufklärung?

Gefährliches Kammerdenken vs. breite Diskussion in der Öffentlichkeit

Übertragen wir die Vorkommnisse auf die "kleine Bühne" – reden wir über fiese Attacken und hinterhältige Angriffe ausgeübt von "Mitmenschen" mit denen wir ein Grundstück und/oder Lebens- und Arbeitsräume teilen. Wie sieht die Rolle der Behörden ohne so eine „breite Öffentlichkeit“ wie im Fall Nawalny aus, Stichwort: „Das Kammerprinzip“


Was kann der „Einzelne“ proaktiv gegen die vermeintliche Macht des Kammerdenkens tun?

Was tun, wenn...

In einem Strafprozess etwas nicht korrekt gelaufen ist und/oder seitens der ermittelnden Behörden zu lax vorgegangen wurde, wenn Ermittlungsbehörden monatelang erfolgversprechenden Spuren und Hinweise gar nicht oder nur unzureichend verfolgen, wenn schriftliche Anfragen und Hinweise offensichtlich ignoriert oder wenig bis gar nicht Beachtung finden, wenn aus den Ermittlungsakten Beweismaterial kopiert und nachweislich "an Dritte" weitergeleitet wurde, was tun? „Don’t judge a book by its cover“

Die „englische Redewendung“ wurde erstmals im Juni 1867 in der Zeitung „Piqua Democrat“

veröffentlich. Die Botschaft dahinter:

Beurteilt ein Buch, einen Beitrag oder ein Bericht nicht an seinen Einband

oder an den Überschriften, konzentriert euch auf die Inhalte und den Gesamtkontext“ Diese Botschaft sollte gerade auch für die Ermittlungsarbeit unserer Behörden gelten, zumindest in einem Rechtsstaat! "Unterbesetzte Behörden und Arbeitsüberlastung" Für eine staatliche Ermittlungsbehörde kann und darf "Arbeitsüberlastung" niemals ein Grund sein, dass aus "Notwehr" die Ermittlungsarbeiten zu lax oder gar nicht durchgeführt werden. Eine Stimme aus der "Kammer", langjährig im Dienst, räumt ein: "Es gibt in Teilen unserer Behörde einige Kollegen*innen die ihre Ermittlungsverfahren mehr oder minder ungesehen einstellen - mit der schrecklichen Wahrheit (=Konsequenz) die Täter straffrei davonkommen lassen. Zu Recht!? Für den Angeklagten gilt bekanntlich: " In dubio pro reo" was bedeutet: "Im Zweifel für den Angeklagten", aber was ist mit den Opfern und deren Angehörige!? "Opferschutz in Deutschland" Es ist gar nicht so selten, dass Opfer nach einem Verbrechen lange Zeit traumatisiert und verängstigt sind, nicht über ausreichende Geld- und/oder Rechtsmittel verfügen, dass Opfer in Folge einer oder mehrere Straftaten sogar Langzeitkrank werden und/oder dauerhaft Angstzustände haben. Da lastet erwiesenermaßen ein großer Leidensdruck auf die Betroffenen und deren Angehörige - eine nicht zu unterschätzende latente Gefahr. "Betroffene Opfer" sollten sich in einem Ermittlungs- und bevorstehenden Strafverfahren möglichst sicher fühlen und benötigen sehr gute psychosoziale und juristische Unterstützung. Die psychosoziale Betreuung umfasst die Unterstützung der Betroffenen und deren Angehörige die mit dem zu verarbeitenden "Schock-Erlebnissen" und bevorstehenden Verfahren verbundenen emotionalen Belastungen zu verarbeiten. Die Betroffenen können im Bedarfsfall auch zu notwendigen Vernehmungen im Ermittlungs- und Hauptverfahren begleitet werden. Die juristische Prozessbegleitung umfasst die klassische rechtliche Beratung und Vertretung durch einen Rechtsanwalt. Eine der bekanntesten Organisationen in Deutschland ist der WEISSE RING. Kostenlose Rufnummer: 116 006 I E-Mail-Adresse: info@weisser-ring.de I Erreichbarkeit: 24/7

Das die ermittelnden Behörden ihre Freiheiten und Ermessensspielräume haben, und in dem Prozess der Rechtsfindung auch Freiräume bestehen, ist unbestritten.

Wenn allerdings in einem Strafprozess etwas nicht mit rechten Dingen gelaufen ist und/oder seitens der zuständigen Staatsanwaltschaft zu lax ermittelt wurde, ein Verfahren zu Unrecht eingestellt wurde, dann ist das kein privates Problem sondern eine Sache "der Öffentlichkeit".

Die Betreffenden sollten sich in diesen Fällen unter keinen Umständen dem staatlichem Handeln unterordnen. Es lohnt zu kämpfen, wenn nötig mit allen hierfür zur Verfügung stehenden Rechtsmitteln und dem Druckmittel der öffentlichen Diskussion.

"Die 5. Gewalt" Der "natürliche Feind" dieses Kammersystems ist die Öffentlichkeit- "die 5. Gewalt". Sie schützt sowohl den Betreffenden wie auch die Allgemeinheit "vor Willkür" und bringt die Gesellschaft in einer offenen Diskussion. Sie ist neben den "Rechtsmitteln" der einzige Weg, um Unrecht wirksam aufzuklären. Genau hier tauchen wir im Jahr 2021 verstärkt und investigativ ein, Fortsetzung folgt...

Teilt uns sehr gerne auch eure persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse mit, und schreibt uns unter: info@hammel-sprung.de


Bleibt gesund, wacker und zuversichtlich!


Glückauf & beste Grüße

Thomas Hammel

PS: Suche nach @Unterstützer/Investigativ-Redaktionen zwecks einem losen "Gedankenaustausch und/oder Fall-Analyse"

Wenn euch die Themenblöcke gefallen und Ihr die Informationen weitergeben möchtet, dann benutzt den Link unter diesem Text: https://www.hammel-sprung.de/blog

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